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Digitalisierung: Schlüsselfrage für die Entwicklung der Wirtschaft

Nadine Schön MdB bei Politik am Mittag am 18. September 2015

„Zu einem Firmengründer in seiner heimischen Garage werde er nicht mehr werden“, so leitete Werner Schreiber, Vorsitzender der Stiftung Christlich-Soziale Politik, seine Begrüßung zum Thema „Digitalisierung“ ein. Niemand könne aber, so Schreiber, der digitalen Revolution ausweichen.
Nadine Schön MdB, stellvertretende Vorsitzende der CDU/ CSU Bundestagsfraktion aus Saarbrücken, beschrieb zu Beginn ihres Referates in einem plastischen Beispiel einer Seniorin im Jahr 2030, wie sich die Digitalisierung im Smart Home auswirken wird. Kaffee und Kuchen Bestellung erfolgen übers Internet, die häuslichen Maschinen stellen sich dann ein, wenn die Stromtarife günstig sind. Die Freundinnen der Seniorin kommen mit selbstfahrenden Autos zu Besuch. Eine fiktive Geschichte jedoch mit einem hohen Wahrscheinlichkeitswert. Ein Großteil der hausärztlichen Versorgung kann bereits heute online erfolgen, wenn der Patient bereit ist, über Plättchen am Körper sich den Blutdruck und Herzschlag messen zu lassen. Die Bundestagsabgeordnete tritt für einen breiten Dialog über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung ein. Die von der Bundesregierung vorlegte digitale Agenda sieht Maßnahmen und Initiativen in vielen Bereichen vor so in Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, IT-Sicherheit  oder im Jugendschutz. Voraussetzung für eine geglückte Digitalisierung ist jedoch der konsequente Ausbau der Breitband-Versorgung auch in ländlichen Gebieten. Ohne ein schnelles Internet dürfte Deutschland weit hinter den USA oder den asiatischen Staaten zurückbleiben.
Die Digitalisierung  bringt neue wirtschaftliche Perspektiven mit sich, weil sie neue Berufsbilder schafft und Startups mit neuen Geschäftsideen ermöglicht. Viele Unternehmen suchen händeringend IT-Experten, um von neuen digitalen Chancen zu profitieren.
Nadine Schön MdB trat nachdrücklich für einen europaweiten Datenschutz ein, der zu einen Privates schützt, zu anderen aber wirtschaftliche Möglichkeiten nicht behindert. Sie wies darauf hin, dass internationale Konzerne wie Google und Facebook ungeahnt viele Daten über die Bundesbürger besitzen. Dies wäre nach bundesdeutschem Datenschutz- gesetz nicht möglich.
Die Saarbrückerin möchte Werte und Digitalisierung miteinander verbinden. Das Smartphone, ein Kind der Digitalisierung, könne zur Selbstausbeutung führen. Wer nicht an Feiertagen und an Wochenenden ausschalten und körperlich abschalten könne, laufe in Gefahr sich gesundheitlich zu schädigen.
In einer anschließenden regen Diskussion wurden weitere Aspekte der Digitalisierung aufgriffen, wie der militärische oder datenschutzrechtliche.
Nadine Schön dankte für die offene Debatte im AZK und rät zur einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Thema über alle Generationen und Berufsgruppen hinweg.
Karsten Matthis
Geschäftsführer der Stiftung CSP

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