„Der Mensch ist wichtiger als die Sache“ – Leitbild und Ziele 

Die Organisation

Die Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V. (CSP)

Die Stiftung Christlich-Soziale Politik e. V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Königswinter. Sie ist eng verbunden mit der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der Arbeitnehmerorganisation der CDU. Sie betreibt die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH und ist Mitglied der Europäischen Bewegung, dem Netzwerk europäischer Initiativen. Auf europäischer Ebene ist die Stiftung CSP e.V. Mitglied im Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) engagiert und war an dessen Gründung maßgeblich beteiligt.
Organe des Stiftungsvereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

Die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH

Die Stiftung CSP e. V. hat ihre Bildungsaktivitäten zum 1. Januar 2017 in einer gGmbH gebündelt. Die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH finanziert sich durch staatliche Zuwendungen, Teilnehmerbeiträge und Spenden.
Ihre Bildungsarbeit steht in enger Kooperation mit anderen Trägern der politischen Bildung, die regional, überregional und international über entsprechende Gremien miteinander vernetzt sind. So besteht auf der Weiterbildungsebene eine langjährige Mitarbeit u. a. im „Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien in NRW (ABA)“ sowie „Lernen im Grünen“, dem Verband der ländlichen Heimvolkshochschulen.
Organ der gGmbH ist die Gesellschafterversammlung.

Das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) – Bildungs- und Tagungshaus

Zur Realisierung ihres Bildungsauftrags betreibt die Stiftung CSP e. V. ein über-parteiliches Bildungshaus. Die Stiftung CSP e. V. ist Besitzerin des Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK).
Dieses bietet, direkt am Rhein gelegen, auf rund 11.800 qm in der „Johannes-Albers-Allee 3“ in Königswinter (Ortsteil Niederdollendorf) zehn Tagungsräume, moderne Konferenztechnik und 80 Gästezimmer.

Leitbild

Die Stiftung Christlich-Soziale Politik bekennt sich zur Tradition der christlichen Soziallehre und richtet ihre Aktivitäten inhaltlich danach aus. In der Soziallehre steht der Mensch als Person im Mittelpunkt. Die gesellschaftlichen Strukturprinzipien der Solidarität und der Subsidiarität stehen im Dienst der Person und seiner Verwirklichung. Maßstab dieser Verwirklichung ist das Gemeinwohl als regulatives Prinzip.

Der Mensch hat als Person Würde und ist auf Gemeinschaft hin angelegt. In tätiger Solidarität gestaltet er seine Umwelt und sein soziales Umfeld und trägt somit dazu bei, dass auch Andere sich als Person entfalten können. Die Familie als gelebte Verantwortungsgemeinschaft ist die wichtigste Institution dieser gelebten Solidarität. Ausdruck sowohl der eigenen Entfaltung wie auch der Solidarität ist die Arbeit in ihren unterschiedlichsten Bedeutungen. Familie und Arbeit sind für uns zentrale Bezugspunkte menschlicher Existenz.

Die Person, aber auch die Familien bedürfen der Freiheit der Eigenentwicklung. Dies wird durch das Prinzip der Subsidiarität sichergestellt. Subsidiarität ist das Gegenteil von Machtkonzentration. Es gibt keine Subsidiarität ohne Demokratie. Deswegen ist die Ausgestaltung der demokratischen Ordnung und der Mitbestimmung in den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft ein zentrales Anliegen christlich-sozialer Politik.

Demokratie ist mehr als die formale Methode der Mehrheitsfindung. Es ist eine politische Ordnung, die eine normative Grundentscheidung zugunsten eines freiheitlichen und gerechten Menschenbilds voraussetzt. Demokratien müssen geschützt werden gegen ihre Verächter. Deswegen muss der Wert der Demokratie immer wieder neu erarbeitet und vermittelt werden.

Gesellschaftliche Ordnungen sind dann stabil, wenn sie neben der Freiheit auch die Gerechtigkeit, die Fairness beachten. Das ist dann der Fall, wenn sie allen die bestmögliche personale Entfaltung ermöglicht. Das ist das Prinzip des Gemeinwohls. Es gilt aber auch in der Abfolge der Generationen; Gemeinwohl schließt Nachhaltigkeit mit ein.

Auf der Grundlage dieses Menschen- und Gesellschaftsbilds gestalten wir unsere Arbeit als Stiftung, vor allem in unserer Bildungsarbeit. Streitbar für die Demokratie, entschieden für die Person und ihre Entfaltung und wissend um die überragende Bedeutung von Familie und Arbeit sehen wir uns als ein Teil der christlich-demokratischen Bewegung in Deutschland wie in Europa.

Die Stiftung Christlich-Soziale Politik unterstützt mit ihren Veranstaltungen, Seminaren und Publikationen politisch Interessierte, die sich informieren und gesellschaftlich engagieren wollen. So hilft die Stiftung aus ihrem Politikverständnis heraus mit, sich in der Gesellschaft, in Vereinen und Verbänden, in der Politik, in den Gewerkschaften sowie in den Mitbestimmungsgremien in Betrieben und Verwaltungen sozial verantwortlich an der Meinungsbildung zu beteiligen.

Glossarium

Person: In der Soziallehre sprechen wir nicht von dem Individuum, sondern der Person, um deutlich zu machen: Der Mensch steht nicht alleine, sondern ist immer schon auf andere Menschen angewiesen. Er ist ein soziales Wesen. Ein zweiter Aspekt: Der Mensch ist Gottes Geschöpf, ja nach Gottes Ebenbild geschaffen und hat deshalb eine Sonderstellung in der Schöpfung.

Arbeit ist das menschliche Tätig-Sein in den sozialen Beziehungen und in der stofflichen Umgestaltung der Umwelt. Arbeit bedeutet nicht nur Lohnarbeit, sondern umschließt alle Formen auch der ehrenamtlichen Arbeit oder der Arbeit in Beziehungen wie beispielsweise der Familie. Die in der Erwerbsarbeit nimmt als abhängige Arbeit in unserer Wirtschaftsordnung eine besondere Bedeutung ein. Sie muss so gestaltet sein, dass der Mensch Arbeit als sinnerfüllend erleben kann. Das begründet die besondere Bedeutung der Sozialpartnerschaft und des Miteinanders in der Arbeitswelt.

Nachhaltigkeit bedeutet Solidarität in der Zeit. Damit ist die Verpflichtung verbunden nachfolgenden Generationen eine Welt zu hinterlassen, die ihre Handlungsoptionen gegenüber denen, die wir hatten, nicht einschränkt. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Frage des Umgangs mit der Schöpfung und der ökonomischen Möglichkeiten, sondern auch die ausgeglichene Finanzierung des Staates.

Familie ist dort, wo Menschen in einer Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaft leben, die auf Dauer angelegt ist. Der Begriff der Familie ist heute vielfältig. Er umschließt die unterschiedlichsten Formen der Patchwork-Familien ebenso wie Familien, deren Kern eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist.

Demokratie ist mehr als formale Abstimmungsmechanismen, in denen nach Mehrheiten gefragt wird. Demokratien haben einen normativen Kern. Es gibt keine Demokratie ohne Menschenrechte. Nach unserer Auffassung gehören auch Gewaltenteilung und Volkssouveränität untrennbar zur Demokratie. Aus der Erfahrung der deutschen Geschichte gilt für uns aber auch: Demokratien müssen sich gegen ihre Feinde verteidigen dürfen; sie überleben nur, wenn sie streitbare Demokratien sind.

Wirtschaft ist die Kulturleistung des Menschen zur Daseinsvorsorge und zur Verteilung knapper Güter. Die Wirtschaft steht im Dienst des Menschen, nicht der Mensch im Dienst der Wirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft als Wirtschafsform der Bundesrepublik Deutschland versucht, den Interessenkonflikt von Kapital und Arbeit zu überbrücken, eine funktionierende Wettbewerbsordnung zu gestalten und die Grundlagen für eine faire Sozialordnung zu legen.

Gemeinwohl ist ein Begriff, der in einigen Landesverfassungen enthalten ist, aber auch im Grundgesetz seinen Platz hat. Gemeinwohl meint jene Form der sozialen Gerechtigkeit, die es jedem Menschen erlaubt, sein Potential zu entwickeln, sein Menschsein zu entfalten.

Europa ist mehr als ein geographischer oder institutioneller Begriff. Mit der Idee Europas haben die Gründer sich auch und vor allem an die Traditionen Europas erinnert, an die gemeinsamen Werte. Europa, das ist: die Erinnerung an die griechische Demokratie und die römische Republik, an die jüdisch-christliche Geschichte und ihre geistige Potenz, an das Erbe der Aufklärung und die Fähigkeit, aus dem Bewusstsein der Wurzeln die gemeinsame Zukunft zu gestalten. Europa ist ein geistiger Raum der Begegnung und ein Friedensauftrag.

Frieden ist ein Werk der Gerechtigkeit. Das gilt für die Gestaltung der inneren Ordnung ebenso wie für die Frage der Beziehung der Staaten untereinander, vor allem auch der wirtschaftlichen Beziehungen. Es wird keinen Frieden in der Welt geben ohne eine gerechte Weltwirtschaftsordnung.

Die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH hat ihren Sitz im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) in Königswinter am Rhein und ist eine anerkannte Einrichtung der Jugend- und Erwachsenenbildung. Das Bundesland NRW und der Bund haben unsere Bildungsarbeit seit 1986 anerkannt und fördern Programme wie auch Veranstaltungen. Wir fühlen uns insbesondere der Arbeitnehmer- und Breitenbildung verpflichtet.

Als gemeinnützig anerkannte Organisationen sind die Stiftung CSP e.V. und die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH berechtigt, Spenden zu bescheinigen und Quittungen auszustellen.

Die Stiftung CSP e.V. arbeitet auf Bundes- und auf Landesebene im Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien in NRW (aba) sowie Lernen im Grünen e.V. mit. Auf europäischer Ebene ist die Stiftung CSP e.V. Mitglied im Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) engagiert.

Die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 durch den TÜV Rheinland. Die Stiftung und ihr betriebenes Tagungshaus AZK wurden im Mai 2017 für den Servicebereich (Hotel, Restaurant, Gaststätte, Rezeption) erneut mit drei Sternen Superior über DEHOGA (Standard Komfort) klassifiziert.

Die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH will ein Forum des sozialen Dialogs sein und Arbeitnehmer und -geber, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände an einen Tisch bringen. Wir möchten Jugendlichen Werte des Grundgesetzes nahebringen, die Aufgaben von Staat und Politik vermitteln und nicht zuletzt helfen, den Sprung in die Arbeitswelt und Berufsleben zu schaffen. Dies geschieht u. a. durch Bewerbungs- und Kommunikationstrainings.

Für die Idee des vereinigten Europas möchten wir durch unsere Bildungsarbeit werben und Menschen für ein zusammenwachsendes Europa begeistern. Menschen mit Behinderung möchten wir durch unsere Programme zu mehr Teilhabe in Politik, Betrieben und Behörden sowie in der Gesellschaft verhelfen und sie in ihrem Engagement bestärken.

Durch Ausstellungen von zeithistorischen Dokumenten und künstlerischen Arbeiten möchten wir Bürgerinnen und Bürger für Geschichte, Kunst und Kultur interessieren.

Politische Bildung bringt Menschen auf Augenhöhe, um politische Prozesse im In- und Ausland zu verstehen und zu bewerten. Nur wer über politisches und zeithistorisches sowie wirtschaftliches Wissen verfügt, kann sich mit Erfolg in Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen engagieren. Wir machen uns stark für Mitbestimmung in der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst. 

Die Stärkung einer Erinnerungskultur liegen der Stiftung CSP e.V. und der Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH am Herzen. Deshalb veranstalten wir Seminare in Thüringen und Sachsen.