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Seminar der Stiftung CSP zur deutsch-deutschen Geschichte

Beeindruckende „Grenzerfahrungen“ am Point Alpha

Lebendiges Lernen auf geschichtsträchtigem Boden, Gespräche mit  Zeitzeugen: Die  Stiftung CSP hat im Oktober in Kooperation mit der Point Alpha Akademie im hessischen Geisa ein Seminar über die deutsch-deutsche Geschichte angeboten. CSP-Bildungsreferentin Hanna Stoewe begrüßte 28 Gäste in dem ehemaligen US-Camp, das als Beobachtungsposten „Point Alpha“ an der innerdeutschen Grenze ein Brennpunkt des Kalten Krieges war – und heute Gedenk- und Bildungsstätte ist.
Hier konnten die Teilnehmenden mit allen Sinnen erleben, wie Zivilisten und US-Soldaten an und mit der Grenze gelebt haben. Die Rekonstruktion der Sperranlagen führte ihnen vor Augen, wie menschenfeindlich das DDR-Regime gegen das eigene Volk vorging. Bei der Begegnung mit Zeitzeugen wurde vielen erstmals bewusst, wie nah eine Eskalation des Kalten Krieges zeitweise bevorstand. Sie erfuhren viel über das Leben im Sperrgebiet und die damit verbunden Repressalien. Die Zeitzeugen Brigitte Heller, Helmut Henkel und Berthold Dücker berichteten sehr persönlich und eindringlich von ihren Fluchterlebnissen – was die Gäste sichtlich beeindruckte.
In einer „Grenzwanderung“ erkundete die Seminargruppe den Grenzverlauf und die Geschichte der enteigneten und abgerissenen Höfe im ehemaligen Sperrgebiet. In der herbstlichen Rhönlandschaft ließen sie – nach einem oft steilen Anstieg – ihre Blicke über die Landschaft schweifen, in der sich Sowjets und Amerikaner einst Auge in Auge gegenüberstanden.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die entspannte Atmosphäre der Point Alpha Akademie, die im Geisaer Schloss beheimatet ist. Die Auseinandersetzung mit dem „deutsch-deutschen“ Kapitel der deutschen Geschichte hatte ihnen wieder einmal gezeigt, wie wichtig (und wenig selbstverständlich!) es ist, in Freiheit und Demokratie leben zu können.
Hanna Stoewe
CSP-Bildungsreferentin

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