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Digitale Veranstaltung mit Dr. Christina Pinsdorf, Uni Bonn, am 02. Juni 2021, 13.00 Uhr

Ethik und Natur: Haben Flora und Fauna einen Preis oder eine Würde?

Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) wird der unmittelbar von der Bestäubung durch Insekten abhängige volkswirtschaftliche Produktionswert in Deutschland auf 1,13 Milliarden Euro geschätzt. Nicht nur vor dem Hintergrund des mittlerweile in Medien und Gesellschaft breit diskutierten Insektensterbens rücken sogenannte Ökosystemdienstleistungen in den Fokus politischer Anstrengungen für den Naturschutz. Die ökonomische Inwertsetzung von Natur als Kapital, erscheint als vielversprechendes Instrument für einen Ausweg aus der ökologischen Krise.

Parallel entwickeln sich konträre Konzepte, wie die „Würde der Kreatur“ (Schweiz, Bundesverfassung (1992)) oder die „Tierwürde“ (Luxemburg, Tierschutzgesetz (2018)), die in den jeweiligen Ländern rechtlich verankert sind. Hier wird gerade nicht auf den monetär bezifferbaren Nutzwert nicht-humaner Lebewesen, sondern auf deren Teilhabe an der Idee der Menschenwürde und einen daraus abgeleiteten moralischen Status abgehoben.

Beide Positionen sollen im Rahmen des Vortrags vorgestellt und einer ethischen Kritik unterzogen werden.

Dr. Christina Pinsdorf beantwortet die Frage ihres Vortrags mit „weder – noch!“ und freut sich über die Gelegenheit, dieses Ergebnis mit Ihnen diskutieren zu können.

Dr. Christina Pinsdorf ist seit 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn. 2014 erhielt sie den Kant-Preis 2013/2014 für die Dissertation „Lebensformen und Anerkennungsverhältnisse – Zur Ethik der belebten Natur“ des Instituts für Philosophie der Universität Bonn.

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