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Der Rhein-Sieg-Kreis hat gute Zukunftschancen!

„Politik am Mittag“, 17.04.2015 mit Landrat Sebastian Schuster

Als Gast unserer populären Reihe „Politik am Mittag“ durften wir am 17.04. 2015 Landrat Rhein-Sieg-Kreis, Sebastian Schuster, begrüßen, der sein Amt seit 10 Monaten bekleidet.
Der Referent konzentrierte sich in seinem Vortrag in erster Linie auf die Darstellung der aktuellen Situation im Rhein-Sieg-Kreis, besonders betonte er, dass der Kreis sowohl ein starker als auch attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort ist.
Dies spiegelt sich unter anderem in der Arbeitsmarkentwicklung wider. Die Zahl der Arbeitslosen im Land Rhein-Sieg liegt mit 5,8% unter dem Landesdurchschnitt mit 8,2%.
Der Landrat schaut optimistisch in die Zukunft, denn der Kreis hat mit seinen Standortvorteilen viele Möglichkeiten und bietet eine hohe Lebensqualität. Die Regionen Bonn, Köln und Siebengebirge sowie die gute Infrastruktur haben für die Menschen und Unternehmen eine besondere Anziehungskraft. Auch als Bildungsregion spielt der Rhein-Sieg-Kreis eine große Rolle. Landrat Schuster weist auf die überdurchschnittlich hohe Zahl der Forschungs- und Wissenschaftsinstitute wie Hochschulen hin. Dies sei ein wichtiger Faktor bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels.
Die Stärke der Region sieht er auch im Tourismus. Dank der Gebiete Rhein, Siebengebirge, Voreifel und Siegsteig wird die Attraktivität des Kreises gesteigert. Der Landrat setzt sich unter anderem dafür ein, dass an der Sieg weitere Fahrradwege entstehen. Des Weiteren wird die Renovierung des Hotel Peterbergs geplant sowie die Einführung der Busverbindung von Königswinter bis auf den Petersberg.
Um die Entwicklung einzelner Kommunen besser zu fördern, spricht der Landrat von der Ausgleichsfunktion. Er hält daran fest, dass alle 19 Kommunen im Kreis gleich gefördert werden müssen, damit die Attraktivität der Region aufrecht erhalten bleibt.
Auch der demografische Wandel im Kreis thematisierte der Landrat. Die Alterung der Gesellschaft bringt neue Herausforderungen mit sich. Nötig seien barrierefreie und altersgerechte Wohnräume. In den ländlichen Gebieten müsse die ärztliche Versorgung gewährleistet sein.
Als wichtige Voraussetzung für Innovationen nannte der Landrat den flächendeckenden Breitbandausbau mit schnellem Internet. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Region mit Sitz der Deutschen Telecom nicht überall mit 50 kMb-Leitungen ausgestattet ist.
Damit das Wachstum des Verkehrsaufkommens gemindert wird und die Autobahnen vom Güterverkehr befreit werden, müssen sowohl Straßen- als auch Schienennetz ausgebaut werden. Dafür ist es jedoch notwendig, dass dringende Investitionen im Bundesverkehrswegeplan realisiert werden. Landrat Schuster bedauert, dass dies nicht der Fall sei. Als Beispiel führt er an dieser Stelle den Bau des Venusbergtunnels und den Ennertaufstieg an.
Zum Schluss befasst sich der Landrat mit der Problematik des Wachstums der Industriebetriebe und der interkommunalen Gewerbeflächenpolitik. Es wird immer schwieriger, geeignete Gewerbeflächen zu schaffen, was auch Grund für Weggang einiger wichtiger Unternehmen aus der Region ist. (zum Beispiel Haribo, Zürich Gruppe)
Als Risiko für das Wachstum nennt er die Abhängigkeit des Kreises vom Bund. Ca. 60.000 Arbeitsplätze hängen vom Bund ab. Würden sie durch einen komplett Umzug nach Berlin wegfallen, wäre dies nicht zu verkraften.
Anschließend fand eine rege Diskussion mit den Teilnehmern statt. Es wurden verschiedene Themen angesprochen, verbunden mit umfangreichen Fragen – zur Sicherheit im Kreis, ärztlicher Versorgung, Kinderbetreuung, Flüchtlingspolitik und geplanten Investitionen. Es war für alle Beteiligten ein bereicherndes und spannendes Fachgespräch.
Schuster erhielt für seine Ausführungen viel Zustimmung. Karsten Matthis wünschte Sebastian Schuster weiterhin viel Erfolg.
Monika Klimek
Auszubildende im Sekretariat der Geschäftsführung

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