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Wechsel in der Geschäftsführung der Stiftung CSP e.V..

Interview mit Frau Dr. Ulrike Buschmeier

Frau Dr. Buschmeier Sie haben lange Zeit für das Katholisch-Soziale Institut in Bad Honnef/Siegburg gearbeitet. Was reizt Sie an der neuen Aufgabe als Geschäftsführerin der Stiftung CSP e. V.?

Im Katholisch-Sozialen Institut in Bad Honnef/Siegburg war ich für ein breites Themenspektrum in den Bereichen Arbeit/Beruf sowie Gesellschaft und Kirche zuständig, davor habe ich als Referatsleiterin der Personal- und Organisationsentwicklung in einer Unternehmensberatung gearbeitet. Ich freue mich nun darauf diese Erfahrungen in meine Arbeit für die Stiftung CSP e. V. einbringen zu können, um diese – zusammen mit den Mitarbeitern – weiterentwickeln zu können. Besonders reizen mich dabei die umfangreichen Möglichkeiten der Gestaltung: Gestaltung der strategischen Ausrichtung, des Programms, etc.

Als Geschäftsführerin erwarten Sie vielfältige Aufgaben. Welche Kernfelder sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig? Wohin soll sich das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) in den nächsten Jahren entwickeln?

Das AZK war immer ein Haus, dem die Bildung der Arbeitnehmer sehr am Herzen lag. Dies soll auch weiterhin so bleiben. Der Schwerpunkt liegt hier auf der politischen Bildung für alle Ziel- und Altersgruppen. Mittelfristig soll sich das AZK zu einem Think-Tank für politische Ideen und deren Umsetzung entwickeln. Dazu ist es notwendig, die Vernetzungen weiter auszubauen: zu den klassischen Lehrstühlen der Politik- und Sozialwissenschaften sowie christlicher Soziallehre, zu Vertretern neuer Studiengänge, wie z.B. Nachhaltige Sozialpolitik und natürlich zu Organisationen und Initiativen der Gesellschaft.

Natürlich werden auch unsere bereits etablierten Seminare im Bereich der Mitbestimmung fortgeführt. Für die abschlussbezogene Bildung kann ich mir langfristig einen Ausbau unseres Angebots vorstellen.

Denken Sie, dass in der Zeit von Webinaren, Youtube, Instagram und Co klassische Präsenzseminare noch eine Daseinsberechtigung haben?

Die neuen Medien und Möglichkeiten sind aus meiner Sicht eine Ergänzung zu den klassischen Seminaren. Ein Thema mit Experten von verschiedenen Seiten zu beleuchten, dabei mit anderen Menschen im direkten Kontakt zu sein und sich nicht durch die Vielzahl von vorhandenen Informationen kämpfen zu müssen, macht aus meiner Sicht Seminare wieder attraktiv. Zudem können Arbeitnehmer ihren Anspruch auf Bildungsurlaub nutzen, um sich gezielt weiterzubilden. Wir bieten verschiedenste Seminarformate vom klassischen 5-tägigen Seminar bis hin zu 2-tägigen Veranstaltungen sowohl unter der Woche als auch am Wochenende an.

Welche Themen werden Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren besonders wichtig sein?

In der Zeit von immer größer werdendem Populismus, wird es wichtig sein sowohl neue Perspektiven als auch Strategien an die Hand zu geben, wie mit „Stammtischparolen“, etc. umgegangen werden kann. Die Gesellschaft und besonders die junge Generation muss stark gemacht werden, um Einsprüche für die Sicherung der Demokratie und unsere Zukunft erheben zu können. Die Fridays for Future Bewegung zeigt zudem, dass die Gefahren des Klimawandels endlich ernst genommen werden und auch hier dringender Handlungsbedarf besteht. Ich denke, dass daher ökologische Themen und nachhaltige Entwicklung einen größeren Zuspruch bekommen werden.

Auch die Digitalisierung bleibt ein spannendes Feld. Hier wollen wir nicht nur die Chancen und Trends erörtern, sondern auch die Auswirkungen auf den Einzelnen beleuchten.

Sie haben bereits die ersten Wochen an Ihrem neuen Arbeitsplatz in Königswinter verbracht. Was macht Ihrer Meinung nach das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) aus?

Das AZK ist ein ganz tolles Haus – sozusagen ein Schmuckkästchen. Neben der fantastischen Lage des Hauses sind die tollen Mitarbeiter, die gut qualifiziert und sehr motiviert sind, ein entscheidender Faktor, der zur Wohlfühlatmosphäre beiträgt. Wenn man das Haus betritt spürt man, dass man nicht in einem klassischen Tagungshotel ankommt. Hier hat man ein familiäres Gefühl, dass eine viel persönlichere Note bietet, sodass man wirklich entspannt Arbeiten kann. Besonders schön ist auch, in der Mittagspause oder nach Seminarende noch einen Spaziergang am Rhein zu machen und so Weiterbildung und Erholung perfekt zu kombinieren.   

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