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Emotionale Lesung: Jürgen Gückels „Klassenfoto mit Massenmörder“.

Für Jürgen Gückel ist Artur Wilke „ein Täter mit Gesicht“. Über Jahrzehnte ließ ihn die Verhaftung seines Lehrers nicht los, bis er die Hintergründe recherchierte und diese in einem Buch niederschrieb.

Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, hatten die Teilnehmenden des Seminars „Nachkriegskinder – Erziehung im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit“ die Gelegenheit, der Lesung des Journalisten und Buchautors Jürgen Gückel aus Peine beizuwohnen. Sein Werk handelt von der Enttarnung seines Lehrers Wilke als Kriegsverbrecher, nachdem dieser bereits über viele Jahre unerkannt unter dem Namen seines gefallenen Bruders unterrichtet hatte. Die Darstellung der Taten Wilkes, seiner Verhaftung und seines Prozesses vor dem Koblenzer Landgericht sorgten für Ergriffenheit und Beklemmung bei dem Publikum. Im Anschluss an die Lesung diskutierten der Autor und die Teilnehmenden rege über das Buch und ihre eigenen Erfahrungen aus der Nachkriegszeit. Es zeigte sich, dass noch lange nicht alle Fragen aufgearbeitet wurden. Der Autor selbst hat bereits ein neues Buchprojekt in Angriff genommen.   

Julia Beier
Bildungsreferentin der Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH

 

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