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Darum ist es am Rhein so schön

Der Rhein mit seinen gesamten – bis dato teilweise unbekannten Facetten – war Thema des Seminars „Der stete Strom – Vater Rhein: Welterbe und meist befahrene Wasserstraße der Welt“. Die Teilnehmenden erlebten eine vielschichtige und informative Woche in Königswinter.

Geschichtliche Themen wie das Eishochwasser 1784 oder die Ära Konrad Adenauers wurden ebenso durchleuchtet wie der Ausblick auf die Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal oder die aktuelle Gewässergüte des Stroms. Vorträge wechselten sich mit Exkursionen ab. Die Teilnehmenden erfuhren am Dienstag im Siebengebirgsmuseum etwas über traditionellen Floßbau auf dem Rhein (Treideln) und bestaunten die Kunst der weltbekannten Rheinromantik. Der Mittwoch war ganz der Gegenwart und Zukunft gewidmet. Im Duisburger Hafen wurde Strukturwandel konkret sichtbar. Der größte Binnenhafen Europas ist zu einer Logistikzentrale von internationaler Bedeutung herangewachsen. Für alle Teilnehmenden war z. B. neu, dass Duisburg und der Hafem ein wesentlicher Drehpunkt der Neuen Seidenstraße ist: Von hier aus ist man mit der Bahn in 16 Tagen in China und es gibt bereits regelmäßige Touren. Eine Führung durch das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und eine Schiffsrundfahrt rundeten den Tag im Ruhrgebiet ab. Angenehm überrascht waren die Teilnehmer vom Fischereimuseum Bergheim an der Sieg – klein aber fein, mit viel Liebe zum Detail, so der einhellige Tenor. So hat das Museum die Artenvielfalt von Fischen und Flußtieren im Blick. Die kompetenten und engagierten Referenten, die aus verschiedenen Perspektiven ihren Beitrag zum Rhein lieferten, wurden abschließend ebenso lobend erwähnt. So berichete z. B. Dipl.-Ing. Klaus Ridder, der u.a. Chairman bei der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Straßburg war und ein Experte für den Transport von Gefahrgütern ist, von seinen Erfahrungen. Dipl.-Ing. Nadya König-Lehrmann, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, brachte den Teilnehmenden das Rheintal anschaulich näher.

Eine gelungene Seminar-Premiere, die 2020 – vom 07. – 11.09. – eine Wiederholung finden wird.

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