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Ein Seminar für Film-Freunde: Der DDR-Film zwischen Kunst und Propaganda

Seminar: 13.6. -17.6.2016

 
Die DEFA, Abkürzung für „Deutsche Film AG“ war die einzige offizielle Filmproduktionsorganisation der DDR. In ihrer Zeit von 1946 – 1990 produzierte die DEFA 700 Spielfilme, u. a. 150 Filme für Kinder wie „Das kalte Herz“ (Märchen nach Wilhelm Hauff). Ebenfalls drehte die DEFA Filme und Dokumentationen für das DDR Fernsehen. Von Beginn an stand die DEFA unter Kontrolle zunächst der sowjetischen Militäradministration (SMAD), später nach Gründung der DDR der SED. Von Potsdam-Babelsberg, in der Tradition der UFA, wurden Filme in den DEFA-eigenen Studios gedreht. Die Drehbücher wurden von Studio- und Parteifunktionäre überprüft und zensiert. Trotz erheblicher Einschränkung der künstlerischen Freiheit gelangen Werke der Filmkunst, die nicht nur in der DDR ihr Publikum fanden wie die Legende von Paul und Paula (1973). Neben Unterhaltungsfilmen wurden Filme im Stil des sozialistischen Realismus hergestellt. Viele der Filme selbst Indianer-Filme waren ideologisch aufgeladen. Kritik an den bestehenden politischen und sozialen Verhältnissen in der DDR wurde nur versteckt angedeutet. Wiederum wurden die wahren gesellschaftlichen Verhältnisse verschleiert. Die DEFA konnte auf eine Reihe herausragender Filmemacher und Schauspieler wie Manfred Krug, Armin Müller-Stahl, Angelica Domröse und Jutta Hoffmann zurückgreifen, die auch im westlichen Ausland Karriere machten. (Quelle: www.filmportal.de)
Das Seminar mit dem Theater- und Medienwissenschaftler an der Universität Erlangen Dr. Johannes Schmitt wendet sich an alle Filmfreunde und historisch Interessierte.
Anmeldungen unter: oder telefonisch: 02223-73119 (Regina Ochs)

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)
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