Veranstaltungsdetails

Neue Entspannungspolitik jetzt! Zivilgesellschaft - Politik - Streitkräfte

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Bundeswehr als Parlamentsarmee der Bundesrepublik war immer ein Instrument der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung und ist dies heute auch als Partner im Rahmen der Verteidigung des atlantischen Bündnisses sowie gemeinsam mit europäischen Partnern bei friedenssichernden und humanitären Einsätzen im Rahmen der Vereinten Nationen. Damit ist die Bundeswehr Gegenstand der politischen Debatten über ihre Rolle bei der Gewährleistung von Frieden und Sicherheit.

Gegenwärtig setzen die NATO und Russland immer mehr auf Abschreckung durch Aufrüstung und Drohungen gegeneinander statt auf gemeinsame Sicherheit durch vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen, Rüstungskontrolle und Abrüstung.

Sie missachten damit auch ihre Verpflichtungen zum Aufbau einer gesamteuropäischen Friedensordnung, zur Stärkung der Vereinten Nationen und zur friedlichen Beilegung von Streitfällen mit einer obligatorischen Schlichtung durch eine Drittpartei, die die Staatschefs Europas und Nordamerikas vor 25 Jahren in der “Charta von Paris” feierlich unterschrieben haben. Seitdem sind mühsam aufgebautes Vertrauen zerstört und die friedliche Lösung der Krisen und Konflikte erschwert worden.

Ohne Zusammenarbeit mit Russland sowie zwischen Russland und seinen Nachbarn drohen weitere Konfrontation und ein neues Wettrüsten, die Eskalation des Ukraine-Konflikts und noch mehr Terror und Kriege im Nahen Osten, die Millionen Menschen in die Flucht treiben. Europäische Sicherheit wird – trotz aller politischen Differenzen über die Einschätzung des jeweils anderen inneren Regimes – nicht ohne oder gar gegen, sondern nur gemeinsam mit Russland möglich sein.

Die Tagung diskutiert die Einbettung der Bundeswehr in die Außen- und Sicherheitspolitik, bedenkt  Möglichkeiten eines deutsch/europäisch-russischen Dialogs und prüft konkrete Perspektiven einer aktualisierten Entspannungspolitik mit Russland. Es kommt darauf an,  alle Möglichkeiten  des Dialogs, der Vertrauensbildung und der Rüstungskontrolle zu nutzen, um zur Abrüstung von Atomwaffen und zum Stopp des erneut angefachten Wettrüstens beizutragen. Die Tagung diskutiert auch, wie die Regeln der früheren Entspannungspolitik, die zur KSZE und zum Ende des Kalten Krieges geführt hat, für die Lösung der heutigen Krisen und Konflikte angewandt bzw. angepasst werden sollten.

 

 

 

Tagungsbeiträge:

  75,00 € bei Verpflegung/Unterkunft im DZ pro Person
100,00 € bei Verpflegung/Unterkunft im EZ
  25,00 € als Tagesgast (pro Tag / inkl. Verpflegung)

Seminar-Nr

17.6.949

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Kategorie

  • Gesellschaftspolitik

Datum

Fr. 13.10.2017–So. 15.10.2017

Zeit

17:30–15:00 h

Ort

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter
Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter

Seminarleitung

Karsten Matthis
  • Telefon: 0 22 23 / 73 - 120
  • Sekretariat: Regina Ochs, Tel. 0 22 23 / 73 - 119

Kosten

€ 75,00

Veranstalter

Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH

Seminarprogramm zum Download

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