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31.08.2017 11:17 Alter: 79 days

Zur aktuellen Situation der Krankenhäuser mit PSt. Ingrid Fischbach MdB: „Pflege am Krankenbett stärken!“

„Politik am Mittag“ am 22. August 2017


Der Vorsitzende der Stiftung CSP, Minister a. D. Werner Schreiber, konnte am 22. August die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach MdB aus Herne vor 80 Interessierten begrüßen. Schreiber wies in seinen Einleitungsworten darauf hin, dass die Krankenhäuser in einem verschärften Wettbewerb untereinander stehen. Patienten stellen hohe Ansprüche in Punkto auf die medizinische Versorgung und Pflege im Krankenhaus.

Ingrid Fischbach betonte, dass eine gute Versorgung im Krankenhaus eine angemessene Personalausstattung voraussetzt. Deshalb haben sich kürzlich die Vertreter der Koalitionsfraktionen und der Länder auf eine Verbesserung der Personalsituation in der pflegerischen Patientenversorgung verständigt. In bestimmten Krankenhausbereichen, in denen dies aus Gründen der Patientensicherheit besonders notwendig ist, wie auf Intensivstationen, sollen künftig Pflegepersonaluntergrenzen festgelegt werden, die nicht unterschritten werden dürfen. Um dauerhaft mehr Personal beschäftigen zu können, wurde die Krankenhäusern seit 2017 durch einen Pflegezuschlag unterstützt. Dieser soll ab 2019 um die Mittel des Pflegestellen-Förderprogramms ergänzt werden und damit von bisher 500 Mio. Euro auf bis zu 830 Mio. Euro pro Jahr anwachsen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin sieht eine angemessene Personalausstattung in der Pflege im Krankenhaus für die Qualität der Patientenversorgung und die Arbeitssituation gerade im Interesse der Schwestern und Pfleger für unabdingbar. Insbesondere Menschen, die an Demenz erkrankt sind, brauchen bei ihrem Krankenhausaufenthalt eine spezifische Pflege.

Ingrid Fischbach rief die Länder auf, mehr für die Krankenhäuser zu tun. Die Zukunft der Krankenhäuser beruhe in Deutschland insbesondere darauf, dass diese sich auf bestimmte Krankheitsbilder spezialisierten und untereinander vernetzen. Das bestimmte Krankenhäuser zu Pflegeheime und Hospize umgewidmet werden müssten, hänge u. a. mit dem demografischen Wandel zusammen.

Werner Schreiber dankte der Referentin Ingrid Fischbach für ihr sehr informatives und prägnantes Referat. Das Thema Gesundheitspolitik, speziell die krankenhäusliche Versorgung in den Kommunen, sei von großer politischer Bedeutung und hohem Interesse für die Bevölkerung, so der Stiftungsvorsitzende.

Mehr zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen unter www.bundesgesundheitsministerium.de

Karsten Matthis
Geschäftsführer der Stiftung CSP