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05.09.2016 12:08 Alter: 1 year

Ein Christlich-Sozialer wird 75 Jahre jung: Werner Schreiber gewürdigt


Die Stiftung Christlich-Soziale Politik e. V. und die CDA gratulierten Werner Schreiber im Rahmen einer Feier am 21. August 2016 zu seinem 75. Geburtstag und dankten ihm für sein Jahrzehnte währendes Engagement für die christlich-soziale Idee.

Norbert Blüm hob in seiner Laudatio Werner Schreibers Wirken als Bundestagsabgeordneter für die Entwicklungszusammenarbeit und Menschenrechte hervor. So berichtete er über die Zeit der Diktatur in Chile unter Pinochet und sein mutiges Eintreten gegen die Todesstrafe. Ebenfalls unterhielt Werner Schreiber viele gute Kontakte zu den Bürgerrechtlern in der DDR, was ihm ein zweijähriges  Einreiseverbot nach Ost-Berlin einbrachte. Er dankte Werner Schreiber für die langjährige Unterstützung und Treue, die einst in den Wahlkämpfen der 70er Jahre begann.

Karl-Josef Laumann würdigte Werner Schreiber als Arbeits- und Sozialpolitiker im Deutschen Bundestag. Als erfahrender Parlamentarier im saarländischen Landtag konnte er rasch Fuß in der Bundespolitik fassen. Besondere Verdienste erwarb sich Werner Schreiber für den Aufbau der CDA in den neuen Ländern. Laumann lobte Werner Schreibers Wirken in der Stiftung CSP, in welcher in der Vergangenheit vieles richtig gemacht worden ist. Das AZK ist das einzige überlebende Bildungs- und Tagungshaus in der CDU-Familie, nachdem die Konrad-Adenauer-Stiftung die Bildungszentren Eichholz (NRW) und Wendgräben (Sachsen-Anhalt) geschlossen hat.

Der ehemalige Ministerpräsident Dr. Christoph Bergner MdB dankte Werner Schreiber für die Aufbauleistung in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 1990 waren die Startbedingungen in Sachsen-Anhalt besonders schwierig. Anfangs ohne Verwaltung und nur mit einer Handvoll Mitarbeiter musste Arbeits-, Gesundheits- und Sozialpolitik organisiert und gestaltet werden, um für die Menschen eine neue Lebensgrundlage zu schaffen. In kurzer Zeit wurde eine ungeheurere Aufbauleistung vollbracht. Eine sog. Gehälter-Affäre stoppte den beliebten Politiker. Das Urteil des Landgerichts Magdeburg sprach Werner Schreiber am 05. September 1996 von allen Vorwürfen frei. Im Jahr 1996 regierte jedoch mit Hilfe der Linken eine rot-grüne Landesregierung. Bergner analysierte kritisch das damalige Verhalten der Medien, die eine infame Kampagne initiierten. Werner Schreiber wurde durch diese vermeintliche Affäre Unrecht und eine seelische Narbe zugefügt. Norbert Blüm führte unter Beifall aus, dies gehört zu einem Politikerleben, was nicht immer gerecht und fair ist.

Als „Geschenk“ für die Stiftung Christlich-Soziale Politik überreichte Josef Zolk als Schatzmeister dem Jubilar Werner Schreiber eine Festschrift mit Beiträgen von Elke Hannack, Annegret Kramp-Karrenbauer, Peter Tauber, Elmar Brok und anderen.

Die Festschrift, herausgegeben von Karsten Matthis, Geschäftsführer der Stiftung CSP, kann kostenlos unter info(at)azk.de bezogen werden.

Karsten Matthis
Geschäftsführer der Stiftung CSP