27.04.2012

Mädchen und Jungs wurden im AZK ordentlich aufgemischt





Anlässlich des 11. bundesweiten Girls` day besuchten am 26. April rund 50 Jugendliche im Alter von 13 bis 14 Jahren das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)

Besonders hierbei war, dass auch die Jungs auf ihre Kosten kamen, denn seit letztem Jahr ist auch der Boys`day eine inhaltliche Ergänzung zum mittlerweile etablierten Mädchen-Zukunftstag. Aufgegriffen wurde dies in der Aktion, die die Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V. (CSP) in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und dem Jugendamt der Stadt Königswinter durchführte. „Mischen is possible“, so der Ansatz der Organisatoren.

 In einem Gender-Parcours hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit der Frage nach dem „sozialen Geschlecht“ auseinandersetzen und  festzustellen, dass es unfair sein kann, dass die Jungen  beispielsweise häufiger zu körperlich anstrengenderen Aufgaben herangezogen werden oder Mädchen oft Aufgaben erledigen müssen, die im Haushalt angesiedelt sind.

Klar wurde hier, dass Erwartungshaltungen, die von unterschiedlichsten Seiten an die Teenager herangetragen werden, sich durchaus unterscheiden können und manchmal einfach nerven. Vor allem die Erwartungen, die das jeweils andere Geschlecht gegenüber dem eigenen hat, scheint viele in einem besonderen Maße unter Druck zu setzen.  So stellten die Mädels fest, dass es für sie eigentlich ziemlich anstrengend ist, die vermeintliche Erwartung der männlichen Klassenkameraden zu erfüllen und immer vom Scheitel bis zur Sohle gestylt zu sein. Überraschenderweise stellte sich hier jedoch heraus, dass die Jungs es manchmal lieber natürlich wollen und ein zu dickes Make-up gar nicht so gut ankommt. Und umgekehrt? Klar denken Jungs, sie müssten für die Mädchen cool rüberkommen, aber im gemeinsamen Gespräch zeigte sich, dass weniger manchmal mehr sein kann: So schätzten die Teilnehmerinnen es durchaus positiv ein, wenn Jungen auch mal Gefühle zeigen können und nicht die „Ober-Machos“ spielen.

Drei Stunden gingen im Gender-Parcours mit Filmbeitragen, Spielen, Diskussionen und Fragen zu unterschiedlichen Rollenverständnissen schnell vorbei. Und das Fazit lautete bei allen ähnlich: „ Es war gut, sich mal mit solchen Fragen auseinanderzusetzen und erfahren zu haben, was die anderen so über diese Themen denken.“






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